Was ist der Unterschied zwischen VSME und CSRD?

Die CSRD ist eine EU-Richtlinie, die große Unternehmen zur Nachhaltigkeitsberichterstattung nach ESRS-Standard verpflichtet – mit über 1.100 Datenpunkten. Der VSME ist der freiwillige, schlanke Standard für KMU mit nur 147 Datenpunkten – empfohlen von der EU-Kommission als KMU-gerechte Alternative, die trotzdem von Banken und Lieferketten anerkannt wird.

CSRD: Die Pflicht für Großunternehmen

Die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) ist eine EU-Richtlinie, die große Unternehmen (mehr als 250 Mitarbeiter, mehr als 50 Mio. Euro Umsatz oder mehr als 25 Mio. Euro Bilanzsumme) zur Nachhaltigkeitsberichterstattung verpflichtet. Diese Unternehmen müssen nach den ESRS-Standards berichten – mit über 1.100 Datenpunkten und einer Prüfpflicht durch Wirtschaftsprüfer.

VSME: Die freiwillige Alternative für KMU

Der VSME ist kein Gesetz, sondern eine EU-Empfehlung speziell für KMU. Mit 147 Datenpunkten ist er deutlich schlanker als ESRS, deckt aber alle wesentlichen ESG-Bereiche ab. Er ist kompatibel mit den Datenanforderungen der CSRD-pflichtigen Unternehmen entlang der Lieferkette.

Der Zusammenhang: CSRD erzeugt Druck auf KMU

CSRD-pflichtige Großunternehmen müssen Scope-3-Emissionen berichten – also die Emissionen ihrer gesamten Lieferkette. Dafür fordern sie ESG-Daten von ihren KMU-Zulieferern ein. Der VSME ist das von der EU empfohlene Format für diese Antwort.

VSME vs. CSRD: Unterschiede, Gemeinsamkeiten und warum CSRD-Pflichten indirekt alle KMU betreffen – klar erklärt.