Was sind Scope-2-Emissionen?

Scope-2-Emissionen sind indirekte Treibhausgasemissionen aus dem Verbrauch eingekaufter Energie – vor allem Strom, Fernwärme und Dampf. Das Unternehmen erzeugt diese Emissionen nicht selbst, ist aber durch seinen Energiebezug für sie verantwortlich. Scope-2-Emissionen sind für die meisten KMU der größte Einzelposten in der CO₂-Bilanz und ein Pflichtdatenpunkt im VSME-Basismodul.

Was zählt zu Scope-2-Emissionen?

Scope-2-Emissionen entstehen durch den Kauf von extern erzeugter Energie:
Strom: Der größte Scope-2-Posten für die meisten Unternehmen
Fernwärme: Wärme aus Heizkraftwerken oder Wärmenetzen
Dampf und Kälte: Aus externen Erzeugern bezogene Prozessenergie

Wie werden Scope-2-Emissionen berechnet?

Es gibt zwei anerkannte Methoden nach GHG-Protokoll:
Location-based: Emissionsfaktor des nationalen Strommix (für Deutschland ca. 350-400 g CO₂/kWh)
Market-based: Emissionsfaktor des tatsächlich bezogenen Stroms (z. B. 0 g CO₂/kWh bei Ökostrom mit Zertifikat)

Der VSME-Standard empfiehlt die Angabe beider Werte.

Wie reduzieren KMU ihre Scope-2-Emissionen?

Die effektivste Maßnahme zur Scope-2-Reduzierung ist der Wechsel zu erneuerbarem Strom:
• Wechsel zu einem Grünstromtarif (sofortige Wirkung)
• Installation einer Photovoltaikanlage (langfristige Reduzierung)
• Bezug von Fernwärme aus erneuerbaren Quellen

Was brauche ich für die Scope-2-Erfassung?

Für die Scope-2-Berechnung benötigen KMU lediglich die Jahresstromrechnung (kWh) und ggf. die Fernwärmerechnung. Diese Daten sind in jeder Energierechnung enthalten. ESG Lift berechnet die CO₂e-Menge automatisch auf Basis aktueller Emissionsfaktoren.

Scope-2-Emissionen einfach erklärt: Was indirekte Emissionen aus Strombezug sind, wie sie berechnet werden und wie KMU sie für den VSME-Bericht erfassen.