Dekarbonisierung - Definition & Erklärung
Dekarbonisierung ist der strategische Prozess zur Reduzierung und langfristigen Vermeidung von CO2 und anderen Treibhausgasen in wirtschaftlichen Prozessen, mit dem Ziel der Klimaneutralität.
Wirtschaftliche Notwendigkeit der Dekarbonisierung
Dekarbonisierung ist für deutsche Mittelstandsunternehmen von einem Umweltthema zu einer wirtschaftlichen Notwendigkeit geworden. Drei Treiber:
Steigende CO2-Preise: Der europäische Emissionshandel und nationale CO2-Abgaben erhöhen die Kosten fossiler Brennstoffe jährlich
Marktzugang: Große CSRD-pflichtige Konzerne fordern emissionsarme Produkte von KMU-Zulieferern
Kapitalzugang: Banken schränken Kredite für kohlenstoffintensive Unternehmen zunehmend ein
Drei Wege zur Dekarbonisierung
Vermeiden: Eliminierung unnötigen Energieverbrauchs (Prozessoptimierung, Gebäudedaämmung)
Reduzieren: Nutzung emissionsarmer Energiequellen (Elektroflotte, Photovoltaik)
Kompensieren: Ausgleich unvermeidbarer Emissionen durch Zertifikate (wird zunehmend kritisch betrachtet)
Messbarkeit als Grundlage
Die Ermittlung des aktuellen CO2-Status ist der entscheidende erste Schritt. Manuelle Excel-Berechnungen sind fehleranfällig und statisch. Automatisierte Software ermöglicht Klimabilanzierung, Potenzialidentifikation und Zielsetzung.
