VSME-Standard - Definition & Erklärung

Der VSME-Standard (Voluntary SME Standard) ist ein vereinfachter Berichtsrahmen für kleine und mittelständische Unternehmen, entwickelt von EFRAG. Er ermöglicht KMU, standardisierte ESG-Daten an Banken und Großkunden bereitzustellen.

Warum wurde der VSME-Standard eingeführt?

Große Unternehmen müssen unter der CSRD strenge ESRS-Standards erfüllen. Die meisten KMU fallen zwar nicht direkt darunter, aber der Druck besteht: Banken benötigen Daten für die Kreditvergabe (Green Asset Ratio) und Großkunden für ihre Lieferkette. Der Standard schafft eine einheitliche Sprache für den Mittelstand.

Welche Module umfasst der VSME-Standard?

Der VSME-Standard besteht aus zwei Modulen: dem Basismodul und dem Erweiterten Modul.

Ist der VSME-Standard verpflichtend?

Der Name sagt es: "Voluntary" - rechtlich nicht kapitalmarktorientierte KMU sind nicht verpflichtet. Jedoch entsteht eine faktische Pflicht: Banken nutzen ihn für Ratings, und Großkunden fordern zunehmend standardisierte Lieferantendaten.

VSME vs. ESRS

  • ESRS: Ca. 1.000 Datenpunkte, extrem komplex, verpflichtend für große Unternehmen

  • VSME: Auf das Wesentliche reduziert, handhabbar für KMU ohne eigene Nachhaltigkeitsabteilung