Was bedeutet Scope 3 für KMU in der Lieferkette?

Scope-3-Emissionen sind alle indirekten Treibhausgasemissionen in der vor- und nachgelagerten Lieferkette eines Unternehmens. Für KMU als Zulieferer bedeutet das: Großkunden mit CSRD-Berichtspflicht müssen die Emissionen ihrer Lieferanten in ihren eigenen Bericht einbeziehen und fragen deshalb aktiv nach CO₂-Daten. Ein VSME-Bericht mit Scope-1/2/3-Ausweis erfüllt diese Anforderung standardkonform.

Was sind Scope-3-Emissionen?

Nach dem GHG-Protokoll (Greenhouse Gas Protocol) werden Treibhausgasemissionen in drei Kategorien eingeteilt:
Scope 1: Direkte Emissionen aus eigenen Quellen (Fahrzeuge, Heizung)
Scope 2: Indirekte Emissionen aus eingekaufter Energie (Strom, Fernwärme)
Scope 3: Alle weiteren vor- und nachgelagerten Emissionen (Lieferanten, Logistik, Entsorgung)

Warum sind Scope-3-Daten für KMU als Zulieferer wichtig?

Für CSRD-pflichtige Unternehmen (>1.000 MA nach Omnibus-Paket) machen Scope-3-Emissionen oft 70–90 % ihres gesamten CO₂-Fußabdrucks aus. Sie sind verpflichtet, diese Daten zu erfassen – und das geht nur, wenn ihre Zulieferer (also KMU) entsprechende Emissionsdaten bereitstellen.

Welche Scope-3-Kategorien betreffen KMU als Lieferanten?

Die relevantesten Scope-3-Kategorien für KMU-Zulieferer sind:
Kategorie 1: Eingekaufte Waren und Dienstleistungen
Kategorie 4: Upstream-Transport und -Verteilung
Kategorie 11: Nutzung verkaufter Produkte
Kategorie 12: End-of-Life-Behandlung verkaufter Produkte

Wie reagiert ein KMU auf Scope-3-Anfragen von Kunden?

Mit dem VSME-Standard können KMU strukturierte CO₂-Daten (inkl. Scope 1, 2 und relevante Scope-3-Kategorien) erfassen und weitergeben. ESG Lift bietet einen Hybrid CO₂-Rechner, der Emissionen nach GHG-Protokoll berechnet und VSME-konform exportiert. So lassen sich Kundenanfragen in Stunden statt Wochen beantworten.

Scope-3-Emissionen und Lieferkette: Was KMU als Zulieferer wissen müssen und wie ein VSME-Bericht Anfragen von CSRD-pflichtigen Großkunden beantwortet.